Beyblade – Die Serie

Beyblade die Serie
Copyright: Takara Co., d-rights Inc., TV Tokyo

Zu Beginn des neuen Jahrtausends startete von Japan aus ein neues/altes Spielzeug einen weltweiten Eroberungszug, der aber inzwischen auch schon wieder weitgehend abgeebbt ist. Basis der Spielidee waren die guten alten Kreisel, aber nicht etwa langweilige Brummkreisel aus der Kleinkindzeit, sondern nun aufgemotzte Kampfgeräte namens Beyblades, die in Plastikschüsseln gegeneinander antreten. Ziel ist es dabei den Konkurrenten aus der Arena zu kicken.
Der Spielzeug-Erfolg aus Japan, der auch in den USA und beim deutschen Lizenznehmer Hasbro die Kassen klingeln ließ, hatte nicht die Haltbarkeit des Dauerbrenners Pokémon. Immerhin war es kurzzeitig Schulhofthema und die Kids trainierten mit ihren High-Tech-Kreiseln, um in Wettbewerben gegeneinander anzutreten. In Tokio zählten die „Beyblade World Championship“ dann auch über 15.000 Teilnehmer.

Im Mittelpunkt der Anime-Serie steht eine Gruppe von coolen Kids, die Bladebreakers, die in Einzelkämpfen und Turnieren („Beyblade-Battles“) antreten. Anführer und Identifikationsfigur ist der 13-Jährige Tyson, ein netter, aber ziemlich eigensinniger Typ, der unbedingt Weltmeister im Beybladen werden will. Weitere Mitglieder der Gruppe sind Kai als bester Kämpfer im Team, der überheblich und rücksichtslos agiert. Ray ist dagegen verlässlicher, war aber früher bei einer anderen Gruppe. Der Abwehrspezialist ist Max, dessen Vater – praktisch, praktisch – einen kleinen Beyblade-Ersatzteilladen besitzt. Komplettiert wird das Quintett durch das intellektuelle Computergenie Kenny. Er kämpft nicht aktiv, hat aber wertvolle Tipps und Informationen parat.
Damit nicht nur verschiedene Kreisel durchs Bild hüpfen, ist jedem Beyblade ein „Bit Beast“ zugeteilt, die quasi als Geister dem jeweiligen Blade innewohnen und bei Kämpfen auftauchen.
In den Geschichten geht es nun um Einzelherausforderungen und Kämpfen bei internationalen Meisterschaften mit allerlei ominösen Gegnern, die auch mal wieder die Weltherrschaft anstreben. Aber ebenso werden die Themen Freundschaft und Zusammengehörigkeit trotz mancher Konflikte thematisiert. Dabei kommt die Gruppe in der ersten Staffel von der Japanmeisterschaft, wo der Sponsor die Finalisten und Halbfinalisten zum Team „Blade Breakers“ zusammenfügt – Casting nennt man so was wohl – zunächst nach China zur Asienmeisterschaft. Weitere Stationen sind Amerika, Europa und das Weltmeisterfinale in Russland. In den beiden folgenden Staffeln geht es dann gegen neue Gegner, aber die ehemaligen Teammitglieder treten auch gegeneinander an.

Bewertung: Wieder einmal eine TV-Serie, die primär den Verkauf von Spielzeug ankurbeln soll und dazu eine ziemlich dünne Story-Soße anrührt. Der Versuch einfache Drehkreisel in „spannenden Action-Szenen“ zu inszenieren, wirkt doch ziemlich bemüht. Daran können die Bit Beasts, die an Pokémon-Monster oder den Fantasie-Wesen aus Yu-Gi-Oh! erinnern, auch nicht viel ändern.
Mit jeder Menge Fachbegriffen („Bladen“ usw.) sollen die Blader zu einer verschworenen internationalen Gemeinschaft werden, die durch die Trickserie neue Techniken und Produkte kennen lernen und somit die passende Serie zum eigentlich simplen Produkt geliefert bekommen. Für Nicht-Blader sind daher nur die Streitereien und Zickigkeit der einzelnen durchaus individuellen Gruppenmitglieder interessant, die zwischen und während der Wettkämpfen entstehen.
Zeichnerisch bietet die „Dauerwerbesendung“ nur Dutzendware ohne individuellen Stil.
Während alle Folgen der Trickserie in Deutschland ausgestrahlt wurden, war bei den Manga nach 5 von 14 Ausgaben wegen mangelnder Nachfrage Schluss. Für Fans läuft die Serie immer noch auf dem Privatsender „Jetix“ und es gibt drei DVDs bzw. 5 Videos.

Originaltitel Bakuten Shoot Beyblade
Produktionsland Japan
Produktionsfirma Takara Co., d-rights Inc., TV Tokyo
Produzenten Eun-Mi Lee, Jae-Young Kim, Masao Maruyama, Kanehide Sai, Shinichi Ikeda, Susumu Matsuyama
Manga Takao Aoki
Regie Jae-Yōng Kim, Tetsuo Takeuchi, Yoshio Takeuchi…
Musik Yoshihisa Hirano
Jahr 2001-2003
Folgen 156 Folgen