Animaniacs

Animaniacs
Copyright: Warner

Im Mittelpunkt der völlig überdrehten Geschichten stehen die durchgeknallten Warner-Geschwister „Yakko, Wakko und Warnerschwester Dot“. Sie wurden so um 1930 auf dem Warner-Gelände in einen Wasserturm gesperrt, denn sie waren zu verrückt, um frei rumlaufen zu können. Durch einen Zufall kommen sie frei und treiben wieder alle in den Wahnsinn.
Die drei sind unverkennbar den Marx Brothers nachempfunden und pflegen deren anarchistischen Humor. Dabei ziehen sie alles mögliche durch den Kakao: Beethoven, den Teufel, Konzerte werden verrülpst, die amerikanischen Bundesstaaten oder das Universum im Schnelldurchgang musikalisch durchgenommen. Selbst das deutsche Volkslied „Schnitzelbank“ oder ein in französisch gesungenes Intro wird geboten.
Gejagt wird das chaotische Trio vom dümmlichen Wärter Ralph, therapiert wird es von Doktor Otto Freudlos und seiner sexy Krankenschwester („Hallo Schwester!“). Die Länge der Filme reicht dabei von 25 Minuten bis hin zu Kurzsequenzen.
Daneben gibt es eine Reihe weiterer eigenständiger Figuren wie die Laborratten „Pinky und Brain“, die die Weltherrschaft an sich reißen wollen. Die beiden schafften sogar zwei eigene Folgeserien.
Andere Figuren sind „Mindy und Buttons“ (Hund muss auf Kleinkind aufpassen), „Slappy und Skippy“ (Eine grummelige, ältere Eichhorndame, einst Cartoon-Diva und ihr Enkel), die „Goodfeathers“ (eine Gruppe Tauben, die die Statue von Martin Scorsese bewohnen), „Rita und Runt“ (Katze und Hund im Musical-Stil), „Katie Ka-Bumm“ (ein Mädchen als lebenden Bombe) oder „Chicken-Buh“ (ein Hühnchen, das sich in verschiedenen Rollen versucht, aber immer enttarnt wird). Kurzsegmente wie „Der Pantomime hat das Wort“ oder „Gute Idee-schlechte Idee“ sorgen für zusätzliche Abwechslung.

Bewertung: Die „Tiny Toon Abenteuer“ waren nur eine bescheidene Fingerübung, bevor die fast gleiche Mannschaft in „Animaniacs“ und dann in „Freakazoid“ dem anarchisten Konzept der Warner Brothers folgten. Tex Avery und die Marx Brothers hätten ihren Spaß an der Serie gehabt und ich habe ihn auch.
Auch diese Serie der Reihe „Steven Spielberg presents…“ wurde mit Preisen überhäuft. Diesmal waren es insgesamt acht TV-Emmys. 1999 folgten noch die Videofilme „Wakko`s Wish“, „Animaniacs Splat Ball“, „Yakkos`s World: An Animaniacs Singalong“.
Die Begeisterung für die „Animaniacs“ zeigt sich auch Internet, wo man jede Menge Detailmaterial zur Serie findet. Schade, dass die Serie dennoch in Deutschland nie auf Video erschien.

Originaltitel Steven Spielberg Presents: Animaniacs
Produktionsfirma Amblin für Warner Brothers
Trickstudios Startoons, Tokio Movie Shinsha, Wang, Akom, Freelance
Produzenten Rich Arons, Peter Hastings, Rusty Miller, Sherri Stoner
Ausführender Produzent Steven Spielberg
Regie Rusty Mills, Alfred Gimeno, Dave Marshall, Michael Gerard; Rich Arons u.a.
Drehbuch Paul Rugg, Randy Rogel, Tom Ruegger, Sherry Stoner, Peter Hastings u.a.
Jahr 1993-1998
Zahl der Folgen 99 Folgen (1993-96: 01-83; 1996-98: 84-99)
In den USA gab es noch einstündige Specials